Am Vorabend ihres 10. Jubiläums zieht die Fondation Michelangelo eine nüchterne Bilanz. Zwar ist es ihr gelungen, den Wert der Geste und der Handarbeit wieder in den Mittelpunkt zu rücken, unterstützt von Homo Faber in Venedig und durch itinerierende Kapselausstellungen, doch bleibt die Realität vor Ort fragil: Werkstatt-Schließungen, ungleiche Weitergaben von Wissen und unterschiedliche öffentliche Politiken. „Ohne eine echte Kultur der Kunsthandwerke wird es schwer sein, Berufungen zu wecken“, warnt Alberto Cavalli, der dennoch die Hoffnung bewahrt.
Die Schweiz ist voller bemerkenswerter Handwerker, aber man muss sie sichtbar machen.
03 Januar 2026
© Laila Pozzo