Die Schweiz ist voller bemerkenswerter Handwerker, aber man muss sie sichtbar machen.

03-01-2026_Actu_MichelangeloFoundation.webp © Laila Pozzo

Direktor der Fondation Michelangelo, die sich seit zehn Jahren für die Bewahrung und Förderung der Kunsthandwerke einsetzt, zieht Alberto Cavalli eine gemischte Bilanz. Trotz der verbesserten Sichtbarkeit verschwinden täglich Hunderte von handwerklichen Fertigkeiten.

Am Vorabend ihres 10. Jubiläums zieht die Fondation Michelangelo eine nüchterne Bilanz. Zwar ist es ihr gelungen, den Wert der Geste und der Handarbeit wieder in den Mittelpunkt zu rücken, unterstützt von Homo Faber in Venedig und durch itinerierende Kapselausstellungen, doch bleibt die Realität vor Ort fragil: Werkstatt-Schließungen, ungleiche Weitergaben von Wissen und unterschiedliche öffentliche Politiken. „Ohne eine echte Kultur der Kunsthandwerke wird es schwer sein, Berufungen zu wecken“, warnt Alberto Cavalli, der dennoch die Hoffnung bewahrt.