Goldene Hände, dringend gesucht

ABS_moneta_Zukunft_2270x1210px95-1@2x.jpg © Illustrations: Claudine Etter

Es gibt in der Schweiz immer weniger Handwerkerinnen und Handwerker.

Es gibt in der Schweiz immer weniger Handwerkerinnen und Handwerker. Denn viele Handwerksberufe sind in den letzten Jahrzehnten ausgestorben oder haben ein Imageproblem. Dabei sind sie unverzichtbar für Energiewende und Kreislaufwirtschaft – und damit für die Zukunft der Schweiz.

«Wo sind die goldenen Hände geblieben?», fragte Margrit Stamm vor zwei Jahren in einer Kolumne. Die Professorin für Erziehungswissenschaften machte darin auf einen Umstand aufmerksam, der sich bis heute nicht verändert hat: In der Schweiz werden die Handwerkerinnen und Handwerker rar. Handwerks- und verwandte Berufe machen gemäss Bundesamt für Statistik heute noch knapp 10 Prozent der 4,8 Millionen Erwerbstätigen aus. 1970 war deren Anteil noch gut 25 Prozent. Auch absolut gesehen ist die Zahl der Handwerkerinnen und Handwerker deutlich gesunken. Sie wurden von intellektuellen und wissenschaftlichen Berufen als wichtigste Berufsgruppe abgelöst. Eine Verschiebung, die ebenso bei den Bildungsabschlüssen zu sehen ist: Die Zahl der Hochschulabschlüsse als höchste Ausbildung steigt laufend an, jene der Berufslehre sinkt.