Die 7. Ausgabe der Europäischen Tage des Kunsthandwerks (JEMA) in der Schweiz hat ihr Publikum erreicht und nahezu 15’000 Besucherinnen und Besucher in den fünf Kantonen mobilisiert, die dieses Jahr an der Veranstaltung teilgenommen haben. Mehr als 200 Orte ermöglichten es, eine breite Palette von Kunsthandwerken zu entdecken, die auf Schweizer Gebiet ausgeübt werden. Die Tage fanden vom 20. bis 22. April in den Kantonen Genf, Waadt, Jura sowie – erstmals – im Wallis und im Tessin statt.
„Angesichts der Begeisterung des Publikums und der aussergewöhnlichen Mobilisierung von Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern, die stolz ihre Leidenschaft teilen, etablieren sich die JEMA landesweit als DER unverzichtbare Treffpunkt des Schweizer Savoir-faire, einem wesentlichen Bestandteil des Schweizer Wirtschaftsgefüges“, freut sich Sami Kanaan, Präsident des Schweizerischen Verbands Kunsthandwerk (SVKH).
JEMA 2018 in Zahlen in den fünf Kantonen
Nahezu 15’000 Besucherinnen und Besucher – 200 kostenlose Veranstaltungsangebote – 350 Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker sowie Lernende – 9 Berufsfachschulen – 9 Museen – 7 Theater – 7 Ausstellungen – 1 Oper.
Die Organisatoren der Veranstaltung freuen sich über die positive Aufnahme dieser Tage und danken allen Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern herzlich für ihre Grosszügigkeit, den Besucherinnen und Besuchern für ihre Neugier und Begeisterung sowie den nationalen und kantonalen Partnern, ohne deren Unterstützung nichts möglich gewesen wäre.
Vielfältige Formen
Besuche in privaten Ateliers, Demonstrationen, Vorträge, Mitmach-Workshops, Ausstellungen, Rundgänge zwischen verschiedenen Orten oder Zusammenschlüsse von Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern an einem gemeinsamen Standort boten zahlreiche Möglichkeiten, teils wenig bekannte, aber faszinierende Berufe zu entdecken oder neu zu entdecken.
Zukunft im Wandel der Weitergabe
Unter dem Titel „Zukunft im Wandel der Weitergabe“ wollte diese Ausgabe Impulse setzen und Berufungen für Berufe wecken, die sich durch ihre Weitergabe immer wieder neu erfunden haben – Berufe, die eine neue Ökonomie der Intelligenz und des Wertes in sich tragen. Das Schweizer Publikum zeigte grosses Interesse an der Vielfalt dieser beruflichen Tätigkeiten zwischen traditionellem Savoir-faire und neuen Technologien. Seit einem Monat greifen die Medien die Begeisterung des Publikums für diese Berufe auf, die an der Schnittstelle von Kultur, Wirtschaft, Kulturerbe und Kreativität stehen. Zahlreiche Interviews und hochwertige Porträts rückten diese leidenschaftlichen Fachpersonen, ihre Werdegänge und ihr Wissen ins Licht.
Die Ziele der JEMA
Fachpersonen, die ein Kunsthandwerk auf hohem Niveau ausüben, aufwerten;
das Kunsthandwerk und die Weitergabe von Fachwissen fördern;
den Nachwuchs durch das Wecken junger Berufungen unterstützen;
eine nachhaltige wirtschaftliche Dynamik sowie soziale Nähe fördern.