Beim Steinskulptieren suche ich nach Leichtigkeit, nach Aufbruch und nach etwas sehr Flüssigem; ich gehe dabei an die Grenzen des Materials.
Die 1966 in La Chaux-de-Fonds geborene Nathalie Delhaye wird von ihrem Vater in das Modellieren und den Umgang mit zahlreichen Werkzeugen eingeführt. Im Jahr 2000 gibt sie ihre Arbeit als Krankenschwester auf, um ihren Traum zu verwirklichen: Steinbildhauerin zu werden. In diesem von Männern geprägten Umfeld verschafft sie sich dank ihrer Sensibilität, Leichtigkeit und Sanftheit ihren Platz, wie die verschiedenen Preise zeigen, mit denen sie ausgezeichnet wurde.
In ihrem Atelier im Herzen der Steinbrüche von Lessus übt Nathalie Delhaye eine anspruchsvolle und körperlich anstrengende Kunst aus. Sie bearbeitet Marmor, Granit, Alabaster und Speckstein und verwandelt diese Rohmaterialien in kühne und zugleich zarte Formen, die zum Berühren einladen. Seit 2006 ergänzt sie ihre Arbeit am Stein durch Forschungen über das Licht und dessen Räumlichkeit. 2008 vertritt Nathalie Delhaye die französischsprachige Schweiz anlässlich der 40. Schweizerischen Nationalen Ausstellung für Freilichtskulptur in Vira Gambarogno im Tessin.