Ich habe Schafe schon immer geliebt. Deshalb habe ich mich ganz natürlich der Arbeit mit Wolle zugewandt. Die Verarbeitung von Wolle zu Filz ist ein körperlicher Prozess: Man muss die Wolle reiben und verdichten, alles mit den Händen im Wasser.
Hélène Henchoz liebt Wolle schon seit jeher. Als Kind strickt sie, bevor sie sich dem Filzen zuwendet. Um ihr Können zu perfektionieren, besucht sie regelmäßig Weiterbildungen, insbesondere bei anderen Filzerinnen, die sie im Internet kennengelernt hat, oder im Musée du chapeau à Chazelles-sur-Lyon. Seit 2017 verkauft sie ihre Kreationen auf Märkten sowie im Geschäft Laine d’ici in Cernier.
In ihrem Haus im Pays-d’Enhaut breitet Hélène Henchoz die Wolle aus, befeuchtet sie, bedeckt sie mit einem Moskitonetz und bürstet sie anschließend vorsichtig mit Seifenwasser, bis sich die Fasern verdichten. Der Filz wird dann gewalkt, gepresst und gespült und verwandelt sich nach und nach in Mäntel, Hüte und andere Stolen. Sie arbeitet sowohl auf Maß als auch an ihren eigenen Kreationen.