Ich verstehe die Buchbinderei gerne als eine Art Architektur. Ich entwerfe das Buch in Bezug auf seine Funktionalität und bestimme daraus seine Struktur und seine Materialien.
Nach ihrem Studium in Frankreich und Belgien liess sich Hélène Montero in einer Buchbindewerkstatt in Lausanne nieder. Von der Konzeption der Struktur bis zur Auswahl des Papiers arbeitet sie für Künstlerinnen und Künstler, Institutionen und Privatpersonen. Gemeinsam mit der Grafikerin Stéphanie Tschopp organisiert sie unter anderem Druck- und Buchbindeworkshops. Zudem ist sie an Kunstschulen tätig.
2016 gründeten Hélène Montero und ihr grafischer Mitarbeiter Raphaël das Konzept Plein Papier. Jedes Jahr produzieren sie eine neue Kollektion in limitierter Auflage, darunter eine gemeinsam mit dem Verein Art&fiction herausgegebene Agenda. Mit Schneidemaschine, Leim, Pinseln und Pressen setzt Hélène Montero ihre gemeinsamen Projekte in die Tat um.