Emaille erfordert große Geduld. Man muss einen bestimmten Charakter haben, um zu akzeptieren, dass nach fünfzehn aufeinanderfolgenden Brennvorgängen die gesamte Arbeit beschädigt sein kann!
Anita Porchet ist erst zwölf Jahre alt, als ihr Pate, selbst Graveur-Emailleur, sie in diese jahrhundertealte Kunst einführt. Ausgebildet in Emailletechnik bei Pierre Schneeberger, besucht sie die École supérieure d’arts appliqués in La Chaux-de-Fonds, wo sie 1984 ihr EFZ mit Schwerpunkt Gravur und Emaille erhält, und anschließend die École cantonale d’art de Lausanne, wo sie 1985 ihr künstlerisches Fähigkeitszeugnis erwirbt. Danach setzt Anita Porchet ihre praktische Ausbildung bei den Genfer Emaille-Künstlerinnen May Mercier, Suzanne Rohr und Elisabeth Mottu-Juillerat fort.
Seit 1995 arbeitet sie mit renommierten Unternehmen wie Patek Philippe zusammen, insbesondere für die Gestaltung einer Taschenuhr zum 175-jährigen Firmenjubiläum, mit Vacheron Constantin, für die sie die Decke der Pariser Opéra Garnier reproduziert hat, sowie mit Piaget, Hermès International und Chanel. Sie reist, stellt aus und demonstriert ihre Emaillekunst in Japan, Florenz, New York, Paris und Shanghai. Sie erhält mehrere Auszeichnungen für ihre zentrale Rolle, ihre Ausdauer und ihre Unabhängigkeit bei der Wiederbelebung einer vom Aussterben bedrohten Disziplin. Trotz zahlreicher Anfragen von Marken hat Anita Porchet nie auf ihre Unabhängigkeit verzichtet.
Informationen
Sprachen
Französisch, Spanisch
Teilnahme an den Europäischen Tagen des Kunsthandwerks
2016 Waadt, 2017 Waadt